Der erste Cybersex Stammtisch fand gestern bei Jan Nordhoff von „YouIn3D“ in Berlin-Mitte statt. Sein Büro, in dem er mit sieben Mitarbeitern hauptsächlich 3D Drucke herstellt, erinnert an eine Raumstation. Überall blinkt und leuchtet es, Werkzeug hängt an den Wänden, Filamentrollen in allen Farben, repetitive Tanzmusik und allerlei bunter Nippes, produziert von futuristisch-produktiv anmutenden Maschinen – hier lässt es sich aushalten.

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Insbesondere der 3D-Druck von Dildos ist Jans Leidenschaft, vom Fernsehturm, über Kopfminiaturen als Spitze bis hin zur LED-Leuchtausstattung bleiben keine Wünsche offen. Mittels eines via Website nutzbaren Wunschgenerators können vollständig individuelle Dildoformen durch Nutzer_innen kreiert werden. Diese werden dann in der Werkstatt durch den 3D-Drucker hergestellt. Dabei kommt ein umweltschonende, stärkehaltige Drucksubstanz zum Einsatz. Die entstandene Form wird dann mit einer Silikonverbindung ausgegossen: fertig ist der individualisierte Dildo.

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Die erste Cybersex-Runde war klein aber fein. Es wurde von nicht alltäglichem Sex-Spielzeug berichtet, welches Teilnehmer des Stammtischs zur Verfügung haben, wie ein eigenhändig gebauter Schlauch zur sexuellen elektrischen Stimulation. Leider stand dieser nicht zu Probezwecken zur Verfügung. Ein weiteres leistungsfähiges Stimulationsgerät, ein sogenannter Sybian, sorgt für große Freude für ein zumindest hälftig anwesendes Pärchen. Erörterungen über Fernverkehr zweier Menschen mittels geschlechtsspezifischer Stimulationsgeräte, die mit einer VR-Brille unterstützt werden, schlossen sich an. Ein Teilnehmer des Stammtischs plant infolgedessen, mit seinen Studenten eine Fern-Sex Simulation als kritisch kommentierende Kunstausstellung zu entwickeln.

Auch Leute, die nicht vom Fach sind, waren eingeladen und konnten mit VR-Pornos auf Smartphone in einem Google Cardboard einen vorläufigen Eindruck von der Zukunftstechnologie gewinnen. Kritisiert wurde die Abgeschiedenheit, die VR-Brillen mit sich bringen, aber auch das Abhängigkeitspotential. Zudem besteht trotz der gelobten optischen Erfahrung erhebliches Potential für eine Verbesserung des Erlebnisses (insbesondere mit besserer Hardware), so einhelliges Urteil der Proband_innen.

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Um den Abend abzurunden, stellte Jan auch das Leben in Second Life vor. Viel spielt sich hier im Erotik-Bereich ab. Optisch ansprechende Geschlechtsteile und lässige Tanz-Moves muss man sich durch ‚echtes‘ Geld (Linden Dollar) kaufen. Dann kann man in den verschiedenen Etablissements auf die Pirsch gehen. Jedoch gibt es strenge Verhaltensregeln einzuhalten. Zu plumpe Anmachen sind verpönt. Als Animierdame, Prostituierte/r oder DJ kann man sich im Second Life ein gutes Zubrot verdienen. Wie im echten Leben schickt man z. B. ein Probeset zu den Clubbetreibern, die einen dann zu einer bestimmten Zeit buchen können. Für gute Musik geben die Gäste auch gerne Trinkgeld. Man kann auch via Mikrofon in direkte Gespräche kommen, die dann in 3D-Qualität je nach Entfernung und Umgebungsgeräuschen auch im übrigen Raum zu hören sind. Dank Teleportation kann man sich innerhalb von Sekunden an das andere Ende der Welt beamen. Einige Firmen betreiben Second Life Filialen, es kommt Radioprogramm mit Werbung, was sehr skurril wirkt.
Second Life erschien Jahre lang tot, durch die Komplexität lässt hier jedoch einiges Potential erahnen, welches sich aber besonders Anfängern nicht gleich erschließt. Hier handelt es sich um echt virtuelle Realität und ein soziales Netzwerk der Sonderklasse. Die Avatare wirken immer noch besonders schön, groß, schlank und sexy, der Trend geht jedoch zu realistischeren Darstellungen.

Für den nächsten Cybersex-Stammtisch Anfang nächsten Jahres suchen wir wieder einen interessanten Gastgeber bzw. Redner/Teilnehmer.

Sex I'm Second Life

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