Auf dem Chaos Communication Camp wollte ich mit progressiven Nerds, die sich für Cybersex und VR-Themen interessieren, in Kontakt treten und neue Denkanstöße bekommen. Das Festival findet nur alle vier Jahre statt, dieses Mal im Ziegeleipark Mildenberg, etwa eine Stunde von Berlin entfernt. Es ist unkommerziell, hat daher seinen Preis, da keine Sponsoren ko-finanzieren. Insbesondere die Logistik besticht: Das gesamte Gelände ist mit Strom und W-Lan (10 Gigabit!) ausgestattet, ein ganz neues Erlebnis für mich. Ebenso gibt es Toiletten mit Spülung (ohne Schlange vor den Damentoiletten) und Duschen. Die aufgestellten Dixies dienten als Datenklos – große Lan-Kabelbuchsen.

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Das Chaos Communication Camp 2015 als Illustration
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CCC-Party mit elektronischem Top-Lineup
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Whisky Leaks
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Technikwunder aus München
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Der BER Floor war erstaunlicher Weise fertig!
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Ansprechende Beleuchtung

Von einer Freundin haben wir ein geeignetes Zelt, eine schwarze Jurte mit 5 m Durchmesser, ausgeliehen. Leider musste das Programm teilweise vor Ort anders organisiert werden, aber Chaos ist ja Programm. ‚Wir‘, das war eine am Thema VR und Cybersex interessierte kleine Gruppe. Unsere Nachbarn waren sympathische Holländer, die mit Cybersex nichts am (Alu-)Hut hatten, aber gerne ihre tollen Kühlboxen und Musikprogramme teilten.

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Austausch zu VR und Cybersex
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Nudistenumtrunk auf dem CCC mit dem Cybersex Camp
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Cybersex Natives 😉
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Cybersex Party
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Drohnensteuerung
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Cybersex Girls mit Humor
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Camp Kumpels
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Cybersex ist ein Abenteuer!
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Wilde Camp Party
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Vintage Porn meets Cybersex
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Großes Interesse an Cybersex
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Cybersex-Fans auf dem CCC
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Pornos auf der VR Brille gucken ist ein Erlebnis!
Tänzerin in Second Life
Second Life Sex
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Unser zugelaufener Bondage Teddy mit 3D gedruckten Dildos
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Blick durch die VR Brille
"We like Porn" schild
Jedoch keine sexistische Kackscheiße
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Unsere Cybersex Jurte

Am ersten Tag fand zum Aufwärmen ein Nudistenumtrunk statt, der im See endete. Um Mitternacht veranstalteten wir eine wilde Party im Cybersex-Zelt mit zahlreichen interessierte Gästen. Ziel war der Austausch von Ideen. Mich überraschte, dass selbst bei dem Tech-Publikum viele dabei waren, die noch nie eine VR-Brille ausprobiert hatten. Wir besuchten auch thematisch ähnliche Villages, wie z. B. die Kinky Geeks, die zu einer praktischen BDSM-Session einluden. Mit den Teledildonics lernten wir, das es recht einfach ist, billige Vibratoren umzuprogrammieren, um sie z. B. im Takt von Musik ihr behagliches Werk tun zu lassen.

Ein Freund, Jan, beeindruckte mit seinen Dildos, die er mit seinem 3D-Drucker hergestellt hatte. Er erzählte, was für immens große Exemplare von einigen Männern bestellt werden. Mit dem Dildo Generator kann man seine eigenen Kreationen entwerfen und produzieren lassen. Jan machte auf einen erneuten Besuch bei Second Life neugierig und führte uns in die 18+ Räume ein, in denen es zur Sache geht. Bei „Xcite“ kann man sich entsprechende Körperteile für virtuelle Währung (sog. Linden-Dollar) kaufen.

Ein Besucher der „Hacked Italian Embassy“ lieh uns weiteres VR-Equipment, auf dem jeder der Gäste Pornos schauen konnte. Interessant war die Beobachtung, dass viele Frauen auch die Rolle des Mannes bevorzugen. Wir hörten von einem Gast aus erster Hand, wie es auf einem Porno-Set zugeht. Der Gestank von Körperöffnungen, Gleitgel und Sperma sei unerträglich.

Im Bällebadwagon der kleinen Gelände-Eisenbahn konnte leider aufgrund stark minderjähriger Teilnehmer kein Sex stattfinden, stattdessen haben wir die Bälle nach Farben sortiert, der RBB berichtet.

Dildos zwischen gespreizten Beinen
3D-gedruckte Dildos
Nackte bilden das Wort "Sex" am Strand
Sex am Strand 😉
Sextoys können umprogrammiert werden. Frau zeigt Vibrator
Sexspielzeug kann nach eigenen Wünschen umprogrammiert werden
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Do it yourself
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China Ware für 1,50 Euro
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Dildos, die was können bei den Teledildos.
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Tolles Spielzeug vibriert

Insgesamt ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Am Sonntag haben wir rechtzeitig vor dem Gewitter (Blitzeinschlag 400m vom Camp entfernt!) das Weite gesucht. Ich hätte mich gerne noch mit mehr Menschen ausgetauscht. Ich habe z. B. die Frau kennen gelernt, die Edward Snowden bei der Flucht geholfen hat. Es war beunruhigend zu sehen, welche Überwachungsmöglichkeiten mittlerweile zur Verfügung stehen und wie stark das Leben aller von Informationstechnologien durchdrungen ist und so auch anfällig wird. Die Teilnehmer schienen das Herz am rechten Fleck zu haben und im entsprechenden Wettrüsten einiges aufbieten zu können. Hacker können unglaublich spannende und mächtige Dinge. Der Verfassungsschutz versucht hier wohl regelmäßig, neue Mitarbeiter zu rekrutieren.

Wer Lust hat, kann an einem zukünftigen Cybersex-Stammtisch in Berlin teilnehmen. Für eine Einladung bitte schreiben: info@cybersex-blog.de (Britta) oder die Facebook Seite abonnieren.

2 thoughts on “Cybersex Village auf dem Chaos Communication Camp 2015

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